Kommunikation

dmexco 2017: Neue Wege im Marketing gehen

Veröffentlicht am 5 Oktober 2017 | von Sebastian Pieper

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Die diesjährige digitale Marketing Messe dmexco (digital marketing exposition and conference) in Köln zählte zwar weniger Besucher als im letzten Jahr, dafür stieg die fachliche Qualität. Mit 1.100 Ausstellern und 570 internationalen Speakern, unter anderem Sheryl Sandberg, der Geschäftsführerin von Facebook machte die dmexco dem Motto „Pure Business“ alle Ehre. Die gesunkene Besucherzahl von 50.700 (2016) auf 40.700 ist vor allem auf die erstmals kostenpflichtigen Tickets zurückzuführen. Die artegic AG war als einer der Aussteller live dabei und berichtet in diesem Beitrag über eines der viel diskutierten Trendthemen: Neue Wege im Marketing gehen, nicht nur über neue Kanäle sondern auch über „Programmatic Creativity“ und Video.

Sheryl Sandberg, die Geschäftsführerin von Facebook schaut sich die dmexco normalerweise immer online in ihrem Büro an. Dieses Jahr war sie selbst live als Speaker dabei, ein weiteres Zeichen dafür, dass die Messe wächst. Sandberg betonte in ihrem Vortrag, die Mission von Facebook „Connecting the world“ sei noch lange nicht abgeschlossen und untermauerte die Vorteile von digitaler Verbundenheit durch Geschichten, in denen Facebook Nutzer durch die Plattform mit anderen Menschen in Kontakt kamen und so das Facebook Geschäftsmodell bekannter machten. Die Social Media Plattform diente bereits vielfach als Bindeglied zwischen Unternehmen oder Marken und Konsumenten.

Sheryl Sandberg auf der dmexco 2017

Sheryl Sandberg auf der dmexco 2017

Programmatic Creativity

Der Kanal und der Zeitpunkt sind nicht die einzigen Elemente, welche über den Erfolg der Kommunikation beim Kunden bestimmen. Wenn der Inhalt nicht passt, bringt es auch nichts, zunächst die Aufmerksamkeit gewonnen zu haben. Deshalb ist es wichtig oder sogar Pflicht, den Inhalt mit Informationen oder Daten zu verknüpfen, die über die Person vorliegen. Beispielsweise ist es sehr viel relevanter dem Kunden einen Rabattcoupon für ein Produkt zu senden, das er sich kürzlich angesehen hat, als ihm allgemeine Aktionen zu Produkten zu senden, die ihn vermutlich nicht interessieren. In einem perfekten Szenario wird der Content dann auch noch mit einem „surprise factor“ angereichert, was die sogenannte „Hyperrelevanz“ zur Folge hat. Erhält der Kunde beispielsweise schon eine Woche vor seinem Geburtstag ein Mailing, das sich auf seinen besonderen Tag bezieht, ist das überraschend und erhält mit Sicherheit mehr Aufmerksamkeit als das fünfte Gratulationsmailing am Tag selbst. Marketing Automation Technologien sollten hierbei die Steuerung der Kommunikationsprozesse übernehmen, um Personalisierung auch effizient betreiben zu können. Die Kombination aus diesen beiden Faktoren, ist die sog. Programmatic Creativity und schafft sogenannten Smart Content. Die folgenden Beispiele zeigen aber, dass der beste Content zur Zeit nicht unbedingt immer den Köpfen von Marketern entstammt, sondern von den jungen Konsumenten selbst kommt, die Video als Kanal für sich entdeckt haben.

Video – von jedem für jeden

„Lass dir von niemandem sagen, dass du etwas nicht kannst“ ist ein starker Leitgedanke für Millenials. In seinem Video „do what you can’t“ zeigt youtuber Casey wie sich mit einem Smartphone, WLAN und einer guten Idee Träume verwirklichen können. Das Medium Video schlägt zur Zeit alle Rekorde und erhält extreme Aufmerksamkeit bei den jüngeren Generationen. Laut Statista wird der Umsatz im Markt für Digitale Videos in Deutschland 2021 bei über 800 Millionen Euro liegen. Darüber hinaus hat es noch viel weiteres Potenzial, zum Beispiel für Bildung. Immer mehr Kanäle mit pfiffigen Lern- und Erklärvideos schießen aus dem Boden und sparen beispielsweise Nachhilfekosten für Schüler. Hier könnten auch Unternehmen ansetzen, um ihren Kunden in Videos Produkte zu erklären und so Mehrwerte zu bieten. Oder dem Konsumenten wird gleich selbst die Kampagne überlassen wie in der App yeay. Diese macht sich den Kanal Video für neue Geschäftsmodelle zu nutzen. Melanie Mohr, die Gründerin, beschrieb die App auf der dmexco als Baby von ebay und Snapchat. Sie bringt junge Leute, die Content kreieren wollen, aber kein Produkt zum Verkauf haben mit Unternehmen zusammen, denen die guten Ideen fehlen. Modelle wie diese deuten eine neue Richtung im Marketing an.

Speaker auf der dmexco zum Thema Video

Speaker auf der dmexco zum Thema Video

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