Praxistipps

12 Tipps wie Sie ungerechtfertigte Spam Klassifizierung vermeiden

Veröffentlicht am 13 Juni 2012 | von Stefan Mies

0

Spam ist immer noch ein großes Ärgernis im E-Mail Verkehr. Doch die Schutzmaßnahmen, die E-Mail Provider und Empfänger gegen Spam treffen, filtern auch immer wieder legitime E-Mails seriöser Anbieter aus. Wir haben zwölf Tipps für Sie zusammen gestellt, wie Sie die Spam Klassifizierung legitimer E-Mails vermeiden können.

1. Blacklists überprüfen

In sog. Blacklists sind IP-Adressen/Domains von Mailservern aufgeführt, die als Versender von Spam deklariert wurden. Viele E-Mail Provider führen einen Abgleich der genutzten IP-Adresse/Domain mit Blacklists durch. Findet sich die IP-Adresse/Domain auf einer Blacklist, wird die E-Mail augenblicklich aussortiert bzw. abgewiesen. Da nicht alle Provider jede der verfügbaren Blacklists nutzen, empfiehlt sich eine Prüfung, welche konkreten Blacklists bei den relevanten Providern zum Einsatz kommen. Im Rahmen eines regelmäßigen Monitorings sollte überwacht werden, ob die eigenen IP- oder Domaindaten auf einer dieser Blacklists auftauchen. Ist dies der Fall, ist auch eine Austragung aus einer möglich. Diese kostet aber mitunter Geld und muss gut begründet werden. Neue Adressen sollten augenblicklich überprüft werden.

2. Betreffzeile schlicht gestalten

Die Betreffzeile einer E-Mail ist einer der sensibelsten Bereiche bei der Spam-Prüfung. Es empfiehlt sich, die Betreffzeile gestalterisch so schlicht wie möglich zu halten. Das heißt: Der übermäßige Gebrauch von Sonderzeichen ist ebenso zu vermeiden wie überflüssige Leerzeichen und durchgängige Großschreibung einzelner Wörter oder sogar des ganzen Betreffs. Selbst wenn der Spamfilter solche eine Betreffzeile passieren läßt, wird sie vom Empfänger höchstwahrscheinlich als unseriös wahrgenommen. Selbstverständlich ist auch die Wortwahl von Bedeutung. Schlagwörter wie Sex oder Viagra sind zu vermeiden – nicht nur in der Betreffzeile, sondern in der gesamten E-Mail.

3. Sparsam mit Farben umgehen

Texte in knalligen, aufälligen Farben wie rot oder blau sollten möglichst vermieden werden. Schwarz oder – bei dunklem Hintergrund – weiß sind die besten Farben, um eine Spam Klassifizierung zu vermeiden. Auch sollten möglichst wenige verschiedene Farben verwendet werden.

4. Links statt Anhänge nutzen

E-Mail Anhänge sind der meist genutzte Weg um Viren zu verbreiten, weshalb E-Mails mit Anhängen oftmals gefiltert werden. Möchte man trotzdem eine Datei versenden, empfiehlt es sich, diese als externen Download zu verlinken.

5. Multipart E-Mails versenden

Auch HTML-Elemente werden manchmal als Spam klassifiziert. E-Mails sollten daher entweder als Multipart-Mails – sowohl in HTML- als auch in Text-Form – versendet werden oder dem Empfänger sollte beim Opt-In eine Auswahl ermöglicht werden.

6. Statische IP-Adressen verwenden

E-Mails sollten immer von statischen IP-Adressen versendet werden. Dynamische IP-Adressen finden sich oft auf Blacklists wieder.

7. Opt-Outs sofort umsetzen

Trägt sich ein Empfänger vom Erhalt eines Newsletters aus, muss er sofort aus der Abonnentenliste gelöscht werden. Erhalten Empfänger trotz Abmeldung weiterhin ungewünschte Newsletters, ist es wahrscheinlich, dass sie den Versender irgendwann als Spam melden. Falls auf mehrere Adressdatenbanken zugegriffen wird, sollten diese regelmäßig synchronisiert werden, um alle Abmeldungen zu berücksichtigen.

8. Whitelisting betreiben

Eine generelle Möglichkeit Art und Umfang der Filtermaßnahmen zu reduzieren, besteht in der Verbesserung der eigenen Reputation (positive Reputation) durch Whitelisting. Whitelists sind Positivlisten, die einem gelisteten Absender eine besondere Reputation bescheinigen und seinen E-Mails eine bevorzugte Behandlung durch die E-Mail-Provider sichern. Nähere Informationen zu Whitelisting finden Sie hier.

9. Bcc-Verteilung an mehrere Empfänger vermeiden

Wenn eine E-mail an eine Vielzahl von Empfängern geschickt werden soll, sollten diese Empfänger nicht alle im Bcc-Feld angegeben werden. Eine hohe Anzahl Empfänger im Bcc-Feld ist für viele Filter ein Anzeichen für Spam.

10. Auf die Dateigröße achten

Die Dateigröße der meisten Spam E-Mails befindet sich unter 20KB. E-Mail Newsletter sollten daher möglichst zwischen 20KB und 50KB gross sein.

11. Keinen schlechten HTML-Code verwenden

HTML-Code für Newsletter sollte nicht durch gängige Tools wie Microsoft Word generiert werden. Dieser Code ist unter Umständen sehr “unorthodox” und daher anfällig für Spam-Klassifizierung.

12. Kostenfreie Spam-Tools verwenden

Es existieren eine Reihe von kostenfreien Tools, mit denen sich E-Mails auf Spam-Kriterien checken lassen. Einige finden Sie unten in der Auflistung:

https://glockapps.com/spam-testing/

http://webkingsolutions.com/

https://www.mail-tester.com/

http://spamcheck.postmarkapp.com/

http://www.emailsecuritycheck.net/

Übersicht
12 Tipps wie Sie ungerechtfertigte Spam Klassifizierung vermeiden
Artikel Name
12 Tipps wie Sie ungerechtfertigte Spam Klassifizierung vermeiden
Beschreibung
Spam ist immer noch ein großes Ärgernis im E-Mail Verkehr. Doch die Schutzmaßnahmen, die E-Mail Provider und Empfänger gegen Spam treffen, filtern auch immer wieder legitime E-Mails seriöser Anbieter aus.
Autor


Autor:


Die artegic AG unterstützt Unternehmen beim Aufbau von kundenzentriertem, digitalen, Best-In-Class Dialogmarketing. artegic hat über 10 Jahre Erfahrung im Bereich Marketing Engineering. Das Leistungsportfolio umfasst Beratung, IT-Integration und Technologie für Realtime Marketing Automation und Online CRM. artegic ist der führende deutsche Spezialanbieter von Standardsoftware für Realtime Marketing Automation mit E-Mail und Mobile sowie Betreiber einer der größten Software-as-a-Service Plattformen für digitales Marketing in Europa. Mit 65 Mitarbeitern an den deutschen Standorten Bonn und München sowie internationalen Repräsentanzen steht artegic für nachhaltig erfolgreiches Dialogmarketing mit signifikant besseren Ergebnissen und weniger operativem Aufwand. Kern der Lösungen von artegic ist die vielfach prämierte ELAINE Online Dialog CRM Suite für beeindruckendes digitales Cross-Channel Dialogmarketing in Echtzeit. 2015 wurde die Lösung von der Fachpresse zur besten europäischen Marketing Suite für kundenzentriertes Marketing gekürt. Über artegic Technologie stehen rund 82 Prozent der Deutschen Internetnutzer mit Unternehmen in Kontakt. Jeder dritte DAX Konzern sowie internationale Key-Player wie BMW, PAYBACK, RTL, BURDA, REWE, Web.de, und maxdome zählen zu den Kunden von artegic. Weltweit werden jeden Monat über artegic Technologie rund 2,7 Mrd. E-Mails, SMS und Social Media Messages in 141 Länder versandt. artegic ist vom TÜV Rheinland unternehmensweit nach dem internationalen Standard für IT- und Datensicherheit ISO/IEC 27001 zertifiziert. Das 2005 gegründete Fraunhofer Spin-Off wurde vielfach ausgezeichnet für Innovation und die richtungweisende Umsetzung datenschutzrechtlicher Anforderungen u.a. mit dem eco Internet Award, dem Cased Security Award und dem International Business Award (Stevie).

Tags: ,



Nach Oben ↑