Daten sind von Informationen klar abzugrenzen – Kommentar zum BVDW Forum Digitale Transformation auf der CeBit

Die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on ist auch die­ses Jahr wie­der DAS The­ma auf der welt­größ­ten IT-Mes­se CeBit, die vom 20. bis 24. März in Han­no­ver statt­fin­det. Vor wel­chen Her­aus­for­de­run­gen ste­hen Unter­neh­men bei der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on und wel­che Poten­zia­le erge­ben sich für ver­schie­de­ne Geschäfts­mo­del­le? Die­se Fra­gen beant­wor­tet der Bun­des­ver­band Digi­ta­le Wirt­schaft (BVDW) am 22. März im Rah­men des „BVDW Forum Digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on“. Ste­fan Mies, Mana­ger Rese­ar­ch & Inno­va­ti­on beim BVDW Mit­glied artegic, betei­ligt sich an dem Forum als Teil­neh­mer des Dis­kus­si­ons­pa­nels um 11 Uhr in Hal­le 12. Ste­fan Mies legt dabei den Fokus auf das The­ma Daten, kon­kret auf die Pro­ble­ma­tik, der oft­mals unkla­ren Abgren­zung von Daten zu Infor­ma­tio­nen und den sich dar­aus erge­ben­den Kon­se­quen­zen für daten­ver­ar­bei­ten­de Unter­neh­men. In einem Kom­men­tar plä­diert er für ein­deu­ti­ge Defi­ni­tio­nen und Rah­men­be­din­gun­gen.

Egal ob Big Data oder Data-dri­ven Mar­ke­ting, es gibt nur weni­ge The­men über die in den letz­ten Jah­ren so viel dis­ku­tiert wur­de, wie über die Erfas­sung und Nut­zung von Daten für kom­mer­zi­el­le Zwecke. Ohne Daten funk­tio­niert im Mar­ke­ting, in digi­ta­len Geschäfts­mo­del­le sowie in der digi­ta­len Wirt­schaft gene­rell heut­zu­ta­ge nichts mehr. Das gilt als gesetzt.Diese Fest­stel­lung ist nicht fal­sch, sie lässt jedoch einen ele­men­ta­ren Punkt außen vor. Daten sind nicht gleich Infor­ma­tio­nen. Sie sind nutz­los, wenn sie nicht ver­ar­bei­tet wer­den, um Infor­ma­tio­nen aus ihnen zu gene­rie­ren. Infor­ma­tio­nen, die z.B. genutzt wer­den kön­nen, um Mar­ke­ting­maß­nah­men zu opti­mie­ren.

Viel zu häu­fig wer­den Daten und Infor­ma­tio­nen in einen Topf gewor­fen, nicht nur in poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Dis­kus­sio­nen son­dern selbst in Fach- und Exper­ten­krei­sen, auf Kon­fe­ren­zen, in Fach­me­di­en, in den Mar­ke­ting­ab­tei­lun­gen von Unter­neh­men. Die unge­naue Abgren­zung schafft nicht nur Ver­wir­rung, son­dern hat kon­kre­te Aus­wir­kun­gen auf Unter­neh­men. Wert­schöp­fungs­mo­del­le wer­den fal­sch defi­niert und in Dis­kus­sio­nen kommt es zu Miss­ver­ständ­nis­sen, bei­spiels­wei­se wenn es um die Regu­lie­rung von kom­mer­zi­el­ler Daten­nut­zung geht.

Es obliegt den Unter­neh­men der digi­ta­len Wirt­schaft, Algo­rith­men und Geschäfts­mo­del­le zu ent­wi­ckeln, um aus Daten Wer­te zu schöp­fen. Dazu benö­ti­gen Unter­neh­men jedoch einen kla­ren Rah­men mit ein­deu­ti­gen begriff­li­chen Defi­ni­tio­nen und Abgren­zun­gen sowie einem Ver­ständ­nis der Pro­zes­se in der Daten- und Infor­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung. Die­ser kla­re Rah­men ist die Vor­aus­set­zung für erfolg­rei­che Wert­schöp­fung in der Data Eco­no­my.