Rechtliche Anforderungen für die Nutzung von Social Media Kontakten im Dialog

Es exis­tiert kaum noch ein Unter­neh­men, dass neben der Nut­zung von E-Mail Mar­ke­ting nicht auch in Soci­al Media aktiv ist. Bei­de Kanä­le eig­nen sich sowohl zur direk­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Emp­fän­gern als auch zur Erhe­bung von Daten.

Über Soci­al Media kön­nen Unter­neh­men leicht neue Kon­tak­te gewin­nen – bei­spiels­wei­se Face­book-Freun­de. Es erscheint daher reiz­voll, die­sen Kon­tak­ten auch E-Mails oder Messa­ges zu schi­cken. Doch gilt es dabei gesetz­li­che Vor­schrif­ten zu beach­ten, um Rechts­si­cher­heit zu gewähr­leis­ten. Zwar gibt es zur geschäft­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on (Wer­bung etc.) inner­halb sozia­ler Netz­wer­ke noch kei­ne gesi­cher­te Recht­spre­chung oder Mei­nung in der juris­ti­schen Lite­ra­tur. Es dürf­te aber rela­tiv ein­deu­tig sein, dass hier ähn­li­ches gilt wie auch ansons­ten zum E-Mail Mar­ke­ting. Denn das ein­schlä­gi­ge Gesetz (UWG) spricht nicht von „EMails“, son­dern von „elek­tro­ni­scher Post“. Dazu gehö­ren auch Messa­ges auf Face­book und ähn­li­chen Diens­ten. Zu beach­ten sind jedoch auch die AGB‘s der sozia­len Netz­wer­ke, die in der Regel geschäft­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on in pri­va­ten Messa­ges ver­bie­ten.

E-Mail Mar­ke­ter soll­ten daher stets ver­su­chen, Ihre Kon­tak­te aus Soci­al Net­works zu einem direk­ten Dia­log­mar­ke­ting Opt-In zu bewe­gen. So sind Sie im Mar­ke­ting unab­hän­gig von AGBs der Soci­al Net­works und sind recht­lich auf der siche­ren Sei­te.

Sozia­le Netz­wer­ke ermun­tern ihre Nut­zer dazu, mög­licht vie­le Infor­ma­tio­nen von sich preis­zu­ge­ben – Infor­ma­tio­nen die sich werb­lich nut­zen las­sen. Für E-Mail Mar­ke­ter mag es daher ver­lo­ckend klin­gen, Daten ihrer Soci­al Media Kon­tak­te her­un­ter­zu­la­den und damit die Daten ihrer News­let­ter Emp­fän­ger anzu­rei­chern. Es exis­tiert bis­her zwar noch kei­ne gesi­cher­te Recht­spre­chung aber es ist anzu­neh­men, dass dies nicht erlaubt ist. Das dürf­te sowohl für pri­va­te Kon­tak­te, aber auch für Fans von geschäft­li­chen Sei­ten auf Soci­al Net­works gel­ten, wenn kei­ne ent­spre­chen­de Ein­wil­li­gung zum Trans­fer der Daten und
zum Nut­zen für E-Mail Mar­ke­ting vor­liegt. Daher soll­te das Ziel geschäft­li­cher Soci­al Media Akti­vi­tä­ten stets der Erhalt eines ech­ten Dia­log­mar­ke­ting Opt-Ins sein – und nicht nur das Gene­rie­ren von Fans, Fol­lo­wern und Likes. Letz­te­re sind im Zwei­fel Daten des Soci­al Net­works, auf die man kei­nen Zugriff und kei­ne wei­te­re Nut­zungs­mög­lich­keit hat.

Wei­te­re Fra­gen und Ant­wor­ten fin­den Sie als Down­load hier: „Tipps: 22 Fragen und Antworten zum Thema E-Mail-Marketing und Recht“