Studie: Umstellung auf Opt-Out Verfahren würde E-Mail Marketing beschädigen

6 von 10 Mar­ke­tern den­ken, dass eine Umstel­lung des Dou­ble Opt-In Ver­fah­rens auf ein Opt-Out Ver­fah­ren den Kanal E-Mail Mar­ke­ting beschä­di­gen wür­de. Dies ergibt eine aktuelle Studie der artegic AG. 72,2 Pro­zent glau­ben, dass sich eine Umstel­lung auf das Opt-Out Ver­fah­ren nega­tiv auf die Akzep­tanz des Medi­ums E-Mail aus­wir­ken wür­de. Auch sähen 76,6 Pro­zent eine Umstel­lung als nega­tiv für die Kon­su­men­ten.

In einer Stu­die unter 600 Mar­ke­tern und Geschäfts­füh­rern unter­such­te der Online CRM Bera­tungs- und Tech­no­lo­gie­an­bie­ter artegic AG die Ein­schät­zung von Unter­neh­men hin­sicht­lich der aktu­el­len Dis­kus­si­on zum Opt-In Ver­fah­ren im E-Mail Mar­ke­ting. Als kla­rer Favo­rit her­vor­ge­gan­gen ist dabei das Dou­ble Opt-In Ver­fah­ren, bei dem ein Emp­fän­ger sei­ne Anmel­dung per Klick in einer mit Anmel­dung aus­ge­lös­ten E-Mail bestä­tigt. Neben Vor­tei­len in der recht­li­chen Sicher­heit durch Nach­weis, wirkt sich das Ver­fah­ren auch auf die Daten­qua­li­tät aus. 92 Pro­zent der Befrag­ten sagen, dass sich das Dou­ble Opt-In Ver­fah­ren posi­tiv auf die Adress­qua­li­tät im E-Mail Mar­ke­ting aus­wirkt. Ins­ge­samt wird das Dou­ble Opt-In Ver­fah­ren aktu­ell von 74,1 Pro­zent der Unter­neh­men ein­ge­setzt. 17,3 Pro­zent set­zen auf Sin­gle Opt-In, 8,6 Pro­zent sogar auf Opt-Out, also der Anmel­dung ohne expli­zi­te Zustim­mung mit der Mög­lich­keit sich auf Wunsch abzu­mel­den. Auf­fäl­lig: Obwohl die meis­ten Unter­neh­men eine Umstel­lung von Dou­ble Opt-In zu Opt-Out als schäd­lich für das Medi­um E-Mail Mar­ke­ting (60 Pro­zent) und sogar für die E-Mail (72,2 Pro­zent) und die Kon­su­men­ten (76,6 Pro­zent) ins­ge­samt ansä­hen, wür­den 25,9 Pro­zent Opt-Out ger­ne ein­set­zen, wenn die Rechts­la­ge es zulie­ße. Inwie­fern sich ein rei­nes Opt-Out Ver­fah­ren grund­sätz­lich im E-Mail Mar­ke­ting eig­nen wür­de, bleibt unklar. Für 41 Pro­zent wäre es ein pro­ba­tes Ver­fah­ren. 45,2 Pro­zent hal­ten für unge­eig­net.

„Die Stu­die zeigt, dass sich die meis­ten Mar­ke­ter der Aus­wir­kung der ver­schie­de­nen Ver­fah­ren auf bestimm­te Aspek­te, wie etwa Daten­qua­li­tät, bewusst sind. Nichts­des­to­trotz zeich­nen die Ergeb­nis­se ein gespal­te­nes Bild. Auch wenn ein Groß­teil der Befrag­ten die in Brüs­sel dis­ku­tier­te Umstel­lung von Dou­ble Opt-In auf Opt-Out als schä­di­gend für den Kanal E-Mail Mar­ke­ting sehen, hält ein signi­fi­kan­ter Anteil (41 Pro­zent) Opt-Out trotz­dem für ein geeig­ne­tes Ver­fah­ren,“ resü­miert Ste­fan Mies, Seni­or Mar­ke­ting Mana­ger bei der artegic AG.
„Das Dou­ble-Opt-In-Ver­fah­ren hat sich in der Pra­xis mehr als bewährt und wird von unse­ren WEB.DE und GMX Nut­zern erwar­tet. Gleich­zei­tig stel­len Wer­be­kun­den hier­mit eine hohe Adress­qua­li­tät sicher. Das Ver­fah­ren ist somit eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Direkt­kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Unter­neh­men und Nut­zer. Wir gehen davon aus, dass eine Umstel­lung nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die gesam­te Kom­mu­ni­ka­ti­on via E-Mail hät­te, expli­zit auf die Zustel­lungs­ra­te“, so Ras­mus Gie­se, Geschäfts­füh­rer United Inter­net Dia­log.

Vollständige Studie zum kostenlosen Download

Hin­ter­grund der Unter­su­chung ist die aktu­el­le Debat­te um die kom­men­de EU-Daten­schutz­grund­ver­ord­nung. Es wird dis­ku­tiert, ob das Veri­fi­zie­rungs­ver­fah­ren im digi­ta­len Dia­log­mar­ke­ting von Dou­ble Opt-In zu Opt-Out gelo­ckert wer­den soll. Ziel der Stu­die ist es, die Aus­wir­kun­gen einer sol­chen Umstel­lung zu unter­su­chen. Es wur­den knapp 600 Mar­ke­ter befragt. Die voll­stän­di­ge Stu­die gibt es zum kos­ten­lo­sen Down­load unter https://www.artegic.com/de/doi-studie